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Die
Physiotherapie ist, wenn wir die antiken Wurzeln
außer Acht lassen, ca. 100 Jahre alt.
Die seit damals verwendete alte Bezeichnung "Physikotherapie",
also "physikalische Therapie", beschreibt nur Behandlungen
mit physikalischen Mitteln, wie zum Beispiel Massagen,
Elektrotherapie, Ultraschall, Moorpackungen, Kryotherapie
(Kältetherapie) usw.. Alle diese Anwendungen
sind nur ein Teil der Physiotherapie. Auch die
übliche Bezeichnung Einzelheilgymnastik finde
ich nicht passend, da die heutige Physiotherapie
mehr zu bieten hat, als nur die Gymnastik. Die
Physiotherapie kann man meiner Meinung nach besser
definieren.
Sie reicht von den passiven Therapieformen bis
hin zu den aktiven.

Unter passiver Therapie versteht man die physikalischen
Therapien und die Manualtherapien (=manus, us,
f. aus dem lat. = Handarbeit, also Therapie mit
den Händen). Da gibt es viele verschiedene
Konzepte wie z.B. Maitland, Cyriax, die Osteopathie
uvm. Unter aktiver Therapie versteht man alle
Bewegungsübungen, die der Patient selbst
unter Anleitung und Aufsicht des Physiotherapeuten
machen soll.
Der Übergang zwischen aktiver und passiver
Therapie ist natürlich fließend.
Ziel der Physiotherapie
ist es, dem Patienten eine optimale, individuelle
Bewegungsfreiheit und Schmerzfreiheit und
dadurch seine Selbständigkeit wieder zu ermöglichen,
weiters seine Gesundheit zu erhalten, sowie die
Prävention
vor weiteren Erkrankungen
Diplomierte PhysiotherapeutInnen sind Experten
für Bewegungsentwicklung, Bewegungskontrolle
und Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit.
Bilder: 11. Jahrhundert Illustrationen aus dem
hippokratischen Traktat "über die Gelenke,
Verrenkungen", ein Kommentar zu Apollonios
von Kition, Bibliotheka Medicea Laurenziana, Florenz.
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