Physiotherapie AREFI 

AKTIV LEBEN -  GESUND SEIN !

 

Nepal-Trekking-Tagebuch

1.TAG / 9.3.2020 Abflug mit Türkish Airlines von Wien über Istanbul nach Kathmandu

2.TAG / 10.3.2020 Ankunft in Kathmandu (1300m)

Nach einer sehr stressigen und anstregenden Anreise über Wien, mit einem Zwischenstop in Istanbul bin ich endgültig in Kathmandu angekommen. Hier stellte sich heraus, dass Dank des Corona Virus die zehn deutschen Mitreisenden kurz vor Abflug in Deutschland keine Einreiseerlaubnis mehr bekamen. Ich stand nun alleine am Ausgang des Flughafens. Die einzige Mitstreiterin aus Österreich kam schon eine Woche früher an, um nach Lukla zu wandern. Leider wurde sie krank und wird morgen wieder die Heimreise antreten.      

So hab ich das Privileg bekommen, mit meinem Sherpa Guide allein die Trekking-Tour machen zu können.  Im Hotel angekommen, gab es zur Stärkung ein leckeres Essen bestehend aus mehreren Gängen und dazu ein kühles Bier. 

 


 


3.TAG / 11.3.2020 Flug von Kathmandu nach LUKLA (2800m), wandern bis Monjo (2800m)

Mit Verspätung und eingepfercht in einer kleinen 15 Mann Propellermaschine starten wir den Flug nach Lukla. Während wir die tolle Aussicht aus dem Flieger auf die Gipfel genießen, kommen Turbolenzen auf. Mit ihnen auch das jauchzen der meisten Passagiere. Cool und mit seiner Jause beschäftigt überwacht der Pilot die Landung seines Copiloten.

Bei Kaiserwetter beginnen wir die 17 Kilometer lange Tour Richtung Monjo. Wir wandern durch eine sehr bewaldete grüne Landschaft, entlang dem Milchfluss Dudh Kosi. Die Rhododendron blühen leider noch nicht. Gepflastert ist der Weg durch landesübliche Gebetsmühlen und Gebetsfahnen. Über Hängebrücken überqueren wir öfter den Fluss bis wir die Ortschaft Monjo erreichen. 



4.Tag / 12.3.2020 wandern von Monjo nach Namche Bazar (3450m)

Entlang des rauschenden Dudh Kosi weiterwandernd betreten wir den Everest-Nationalpark. Der Fluss wird öfters mit Hängebrücken überquert, aber mit vielen Wartereien an den stauenden Engpässen für die Träger und Kulis. Wir erreichen die    Hillary-Brücke zwei. Sie ist hoch übe der alten Brücke gebaut und beeindruckend, genauso wie die Naturlandschaft. Die grünen Wälder, die schneebedeckten hohen Berge, das türkise Wasser des Flusses. Ab jetzt geht es steil bergauf. 30 Minuten vor Namche Bazar erhasche ich den ersten live Blick auf den Mount Everest. Obwohl für heute nachmittags Schlechtwetter angesagt wurde, haben wir Sonnenschein bei kitschig blauem Himmel. 

Die Träger leisten unmenschliches! Mit schlechter bzw. keiner Ausrüstung huschen sie die Trekking-Wege mit 60 bis 100 kg Gepäck hinauf, obwohl sie selbst oft nur 60 - 70 Kilogramm wiegen.  



5.TAG / 13.3.2020 Pause in Namche Bazar - Akklimatisationstag

Heute am Akklimationstag steigen wir auf 3757 Meter hinauf zur alten Flug Landebahn. Das Wetter ist bewölkt, aber hält bis wir wieder in der Lodge sind. Die Eindrücke, die Landschaft sind trotz fehlen des Sonnenscheines berauschend. Von der Statue Sardar Tenzing Norgay Sherpa, er war zusammen mit dem Neuseeländer Edmund Hillary im Jahr 1953 der Erstbesteiger des Mont Everest,  würde man eine super Sicht auf den Everest, den Lothse, den Ama Dablam und den Nuptse haben. Aber leider war es heute zu bewölkt. Später am Nachmittag setzt Schneefall ein.



6.TAG / 14.3.2020 wandern nach Khumjung (3800m)

Unsere Trekking-Tour führte heute nach Khumjung 3800m. Es ist eine kurze Wanderung, da wir wegen Schlechtwetter schnell ankommen wollen. Am Vormittag zumindest kein Schneefall. Sicht leider gleich null, es wird auch windig und die Temperaturen am Abend sinken auf minus 13 Grad. Ein Besuch im Kloster durfte trotz diesem Wetter nicht fehlen. 



7.TAG / 15.3.2020 wandern zum Klosterort Pangpoche (3980m)

Die Wanderung heute sollte über einen Panoramaweg gehen. Wegen Schneefall an den vorherigen Tagen und der vereisten engen Bergstrecke, beschließen mehrer Guides den Highway (Hauptweg der Träger) zu nehmen. Wir haben Glück und genießen bis 13 Uhr perfektes sonniges wolkenfreies Wetter und kommen noch trocken an. Entlang des Weges liegt der Ama Dablan immer zur rechten Seite.




8.TAG / 16.3.2020 wandern zur Lodge Dingpoche (4400m)

Kurz vor Sonnenaufgang starten wir heute unsere Wanderung nach Dingpoche. Gut und sehr flott steigen wir bei wunderschönen blauen Himmel auf und erreichen Dingpoche bei Kaiserwetter. Am Nachmittag geht es auf die heilige Plattform hinter Dingpoche auf 4650 m. Die Aussicht ist atemberaubend. Wir hängen eine Gebetsfahne auf die 130 Jahre alte Stupa auf, die ich aus Österreich mitgebracht habe.



9.TAG / 17.3.2020 Rückkehr nach Namche Bazar

Der heutige Tag war eigentlich zur Akklimatisation vorgesehen. Es ging mir aber mit der Höhe sehr gut und so wollten wir unsere Trekking-Tour nach Lobuche auf 4930 m fortsetzen. Da ich im ständigen Kontakt mit zu Hause war, ging natürlich die Corona-Krise nicht an mir vorbei. Das Außenministerium schickte mir ein Mail mit der Aufforderung so schnell als möglich zurück zu kommen.Um keine Probleme mit den Rückflug zu bekommen, beschlossen wir die Trekking-Tour abzubrechen und kehrten heute bereits bis nach Namche Bazar retour. Wir legten eine drei Tages-Etappe (20km) heute zurück.


10.TAG / 18.3.2020 Rückkehr nach Lukla

Auch heute setzen wir flott unseren Rückweg fort. Am Nachmittag erreichen wir Lukla kurz bevor es zu Regnen begann. 



 

11.TAG / 19.3.2020 Flug Lukla nach Kathmandu

Da der Himmel und das Tal von Lukla bis 9 Uhr 30 mit Wolken behangen war, ging unser Flug erst um 12 Uhr 30. Die Tagestemperatur bis dahin betrug minus 9 Grad. Nach einem sehr turbulenten Flug landeten wir bei strahlender Sonne und plus 22 Grad. Das schönste für Einen ist nun in der Zivilisation im Hotel die warme Dusche, leider war das Wasser in Namche Bazar wärmer als im Hotel Annapurna. Vor unserem Abschiedsessen mit meinem Guide machte ich noch eine kurze Besichtigung von der berühmten Stupa in Kathmandu. Die Gegend ist meist ärmerlich, neue moderne Geschäfte werden dazwischen errichtet. Die Straßen sind schottrig, es gibt keine Ampeln. Die Kreuzungen werden von Polizisten geregelt. 

Der Spitznamen der Stadt, „Dustmandu“ – kommt vom englischen dust, also Staub. Tatsächlich liegt über allem in der Stadt eine dicke Staubschicht. Kathmandu zählt zu den Metropolen mit der weltweit schlechtesten Luft.



12.TAG / 20.3.2020 Abflug von Kathmandu nach DOHA

Zum Glück konnte ich bei Qatar-airlines einen früheren Flug von Kathmandu nach Doha ergattern (dies hat DAV-Summit meine Reiseleitung für mich organisiert). Die Maschine war bis zum letzten Platz belegt. Leider bekam ich aber in Doha, wie viele andere Mitstreiter, kein Zimmer und durfte 17 h in den großen Hallen dieses Flughafens verbringen. Essen gab es wie beim Bundesheer.



13.TAG / 21.3.2020 Doha - Wien

Übernachtig, müde, ungeduscht und hungrig konnten wir (meist andere Nationalitäten wie Deutsche, Ungarn, Slowenen, usw. die mit Bus, Zug oder Auto weiterfahren mussten) in den Flieger einsteigen und die Heimreise antreten. So konnte ich während des Fluges etwas schlafen, um für die Weiterfahrt heim fit zu sein. In Wien dauerte es wiedermal etwas länger, da wir eine Erklärung zur freiwilligen Quarantäne unterschreiben mussten und Temperatur gemessen wurden. So leer habe ich den Flughafen Wien und darauffolgend die Autobahn nicht erlebt.